• Kino Lichtspiele
    Willkommen im Arthouse Cinema Lichtspiele in Olten
  • Top Filme, gemütliche Ambiance
    Kommen Sie vorbei, schauen Sie herein

Die nächsten Filme

JULI / AUGUST 2017

SOMMERPAUSE: 01. JULI – 30. AUGUST

Wir wünschen allen einen wunderbaren Somnmer und freuen uns Euch am 31. August im Lichtspiel begrüssen zu dürfen, wenn wir unseren ersten Film «THE BEEKEEPER AND HIS SON» nach den Ferien zeigen:

Voyage, voyage!

Reise-Film-Festival im Kino Lichtspiele zur Ausstellung «Voyage, voyage! Über das Reisen in der Kunst» im Kunstmuseum Olten
(bis 20. August 2017)

Freitag, 18. August 2017, ab 17 Uhr
Samstag, 19. August 2017, ab 15 Uhr (Party ab 22 Uhr)

Preise: Festivalpass 40 CHF, Tagespass 25 CHF, Einzeleintritt 10 CHF
Barbetrieb, am Samstag mit ausgebautem Verpflegungsangebot.

Regie: Christoph Oertli
Ein Schiff fährt um die Welt. Während auf den Oberdecks die Suche nach dem Fremden die Menschen vergnüglich begleitet, arbeiten Stockwerke unter ihnen eben jene Fremden, die ihr Land verlassen mussten, weil die sozialen Verhältnisse dort ein Überleben nicht mehr garantieren konnten. Der Basler Künstler Christoph Oertli (*1962) war während zwei Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff als Fotograf tätig und reiste mit ihm um den ganzen Erdball. In seiner Freizeit drehte er einen Dokumentarfilm, der 1997 mit dem Förderpreis Film- und Videotage Basel ausgezeichnet wurde, und eine Parallelwelt auf und im Schiff präsentiert, welche die Kreuzfahrttouristen gewöhnlich nicht sehen: das Leben der Schiffsbesatzung. Er zeigt die Realität des Zweiklassensystems in Nahaufnahme, welche ein Spiegel ist für das Leben auf unserem Planeten.
Regie: Renatus Zürcher
In «Der Wilde Weisse» schildert Renatus Zürcher die unglaubliche Geschichte des Völkerkundlers Paul Wirz (1892–1955). Getrieben von der Sehnsucht nach einem freien Leben wagte Wirz sieben Expeditionen in die Südsee. Hier, wo «Meer und Urwald rauschen, Wilde und Kannibalen hausen», findet der eigensinnige Wissenschaftler sein Paradies. Die fotografische Ausbeute seiner Expeditionen war immens. Und was Paul Wirz an Kunst- und Kultgegenständen aus den vergessenen Paradiesen der Südsee mit nach Hause brachte, übertraf alles, was sich das Völkerkundemuseum von Basel zu wünschen gewagt hatte. 50 Jahre später brechen sein Sohn Dadi (*1931) und der Enkel Pawi (*1959) gemeinsam nach Papua Neuginea auf. Sie wollen erfahren, warum sich der Vater so sehr zu den Papuas hingezogen füllte. Die Reise nimmt jedoch eine überraschende Wendung.
Regie: Bruno Moll
Bruno Molls «Tunisreise» verbindet zwei künstlerische Lebensgestaltungen in unterschiedlichen Zeiten. Diejenige des grossen Malers Paul Klee, der sich im April 1914 gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden auf eine Reise nach Tunis aufmachte und damit eine Sternstunde der europäischen Malerei herbeiführte, und diejenige des tunesischen Filmemachers, Erzählers und Malers Nacer Khemir, der in seinem Schaffen stark von Klees Werk beeinflusst ist. Der Film begleitet Khemir auf einer Reise in seine eigene Vergangenheit und in die Kultur und Geschichte seines Landes. Der Film spürt, ganz aus der Perspektive Nacer Khemirs, der Bedeutung der Reise Klees nach und bringt sie in Bezug zu seinem Schaffen und zur heutigen Kultur mit dem Bilderverbot, und fokussiert so die Beziehung zwischen Orient und Okzident.
Regie: Com&Com
BLOCH ist Teil eines alten Appenzeller Fastnachtsbrauchs: Er bezeichnet den letzten Fichtenstamm des Winters, der am Ende der Fastnacht jeweils von 20 Männern von Urnäsch nach Herisau und wieder zurück gezogen wird, bevor er auf dem Dorfplatz versteigert wird. Marcus Gossolt und Johannes Hedinger (Com&Com) kauften den Bloch 2011 und reisen mit ihm seither rund um die Welt. Sie lancierten damit ein globales, multidisziplinäres, partizipatives Projekt, das zeitgenössische Kunst und Volkskultur miteinander verbindet, und Menschen, Traditionen und Bräuche aus verschiedenen Kulturen in einen Dialog bringt. Bisherige Aufenthalte Blochs waren Urnäsch, St. Gallen, Bern, Berlin, Shanghai, New York, North Dacota und Südafrika. Ziel ist es, jeden Kontinent einmal mit Bloch zu besuchen. Die filmische Dokumentation soll am Ende in einen dokumentarischen Langfilm münden. Thomas Zacharias aus dem Bloch-Team gibt vorgängig Auskunft über das Projekt.
Regie: Sonja Feldmeier
«Für Pot Luck (2001) bittet Sonja Feldmeier (*1965) Fremde, mit ihrem Lieblingsessen die Topografie ihrer Heimat nachzubilden und den Vorgang zu kommentieren. Das Video zeigt Menschen, die sich gänzlich dieser Aufgabe hingeben – die Erinnerung an ihre Heimat verbindet sich mit der kindlichen Lust am Spiel mit dem Essen. Die Protagonisten bringen ihr erinnertes Heimatbild in einem Akt der Kommunikation in eine äusserliche Form, die sie zum Schluss wieder verinnerlichen, indem sie die Speiselandschaft aufessen. Die humorvollen Sequenzen erzählen mit spielerischer Leichtigkeit von grossen Themen: von Reisen, Migration und Heimat, von der Konstruktion von Erinnerung, Identitätssuche und Selbstfindung, von der Euphorie des Aufbruchs, von Heimweh und Trauer.» (Sibylle Ryser)
Regie: Marinka Limat
Im Jahr 2013 begab sich Marinka Limat (*1983) auf Kunst-Pilgertour. Es war ein Marsch von 1100 km über 65 Tage hinweg und führte von Fribourg bis nach Berlin, dem Mekka der zeitgenössischen Kunst. Auf dem Weg besuchte Marinka Limat über 50 Institutionen und liess sich im Namen der Kunst segnen! Sie durchquerte die Schweiz und Deutschland, traf auf unterschiedlichste Menschen, sprach mit ihnen über Kunst, sammelte Eindrücke, Statements und Emotionen. Aus vielen Stunden Material entstand ein Dokumentarfilm von 58 Minuten Länge. Er dokumentiert den Umgang mit Kunst, wie er an verschiedenen Orten von unterschiedlichen Sachverständigen und Kunstinteressierten gelebt wird. Sowohl vielseitige Meinungen Aussenstehender zur Kunst im Allgemeinen, als auch ihre ganz persönlichen Gedanken zur eigenen Wahlfahrt wurden aufgenommen und sind Bestandteil des Films. Momentan ist Marinka Limat wieder unterwegs, von Kassel nach Athen.
Regie: Gilles Fontolliet
Der Zufall hat Gilles Fontolliet (*1981) vor einigen Jahren in das Wüstendorf Sowayma, das 4 km von der israelischen Grenze entfernt ist und 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, gebracht. Seit fünf Jahren reist er immer wieder dorthin und fotografiert seine Einwohnerinnen und Einwohner. Aus dem Wunsch heraus, den Menschen im Dorf ein Bild von sich selbst zu geben, entstand die Idee der Portraitserie. Alle Protagonisten führten Regie über das eigene Bild – sie bestimmten den Ort, die Zeit, die Pose, die Kleidung. Eine ständig laufende Videokamera dokumentierte die Entstehung der Fotografen. Fontolliet wird vom «teilnehmenden Beobachter» zum aktiven Mitglied der Gemeinschaft, fügt sich aber gleichzeitig ihren Regeln und Modalitäten. Eindrücklich entsteht so ein Mosaik aus Individuen, das sich zu einem Portrait und somit zum Selbstbildnis eines ganzen Dorfes zusammen-setzt.
Regie: Hemauer / Keller
«A Road Not Taken» erzählt anhand der Geschichte der Solaranlage, die Jimmy Carter 1979 auf dem Dach des Weissen Hauses installieren liess, den Auf- und Niedergang eines Präsidenten, der die USA vor 30 Jahren vom Erdöl unabhängig machen wollte. 1980 verliert Carter die Wiederwahl gegen Ronald Reagan, der sich schon während der Wahlkampagne von Carters Energiepolitik distanzierte und mit der Abkehr von den alternativen Energien auch die Kollektoren vom Dach des Weissen Hauses wieder entfernen liess. Christina Hemauer und Roman Keller machten die Überreste der Solaranlage ausfindig und begaben sich mit zwei Paneelen auf eine Reise durch die USA, wo sie auf Menschen trafen, die diese Zeit miterlebt haben. 2007 gelang es ihnen sogar, mit dem Carter selbst ein Interview zu führen, in dem er die Ereignisse von damals erstaunlich offen Revue passieren lässt.
Regie: San Keller
San Keller (*1971) reiste mit der Absicht nach Los Angeles, auf der Strasse einen Kunstsammler anzutreffen, der ein Werk Andy Warhols (1928–1987) gegen sämtliche Werke des politischen Zeichners und Karikaturisten Martin Disteli (1802–1844) im Besitz des Kunstmuseums Olten tauschen würde. Auf seinen Streifzügen in Hollywood entfernte sich San Keller immer weiter vom ursprünglichen Ziel. In den Vordergrund rückte stattdessen die Suche – die Suche an sich, oder aber die Suche nach dem Bild. «The L Word – No mas metales» ist jedoch auch eine filmische Reflexion über ein mysteriöses «L-Word» (Los Angeles, Liebe, Langeweile, Loch oder Liberalismus?), über die Suggestionskraft von Bildern, die Macht des Geldes und vor allem über die Freiheit – die Kernthemen Distelis also.

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September 2017

Regie: Diedie Weng
Desillusioniert von seinen Erfahrungen als Wanderarbeiter kehrt Maofu aus der Stadt zu seiner Familie in ein Dorf im Norden Chinas zurück. Sein Vater, ein alternder Bienenzüchter, hofft, dass sein Sohn nun das Handwerk der Bienenzucht von ihm erlernt. Doch stossen in der Zusammenarbeit der beiden verschiedene Lebensentwürfe aufeinander.
Regie: Urs Graf
Der Regisseur wird am Do 07.September vor Ort sein und den Film vorstellen.

Das weitere September Programm folgt in Kürze.