Aktuelle Filme

Matar a Jesùs

19. April | 18:00h

24. April | 20:30h

Regie: Laura Mora

Paula muss mit ansehen, wie ihr Vater mitten in Medellin von einem Motorrad aus erschossen wird; dabei blickt sie einem der Täter direkt ins Gesicht. Später trifft sie diesen zufällig in einer Disco; sie hängt sich an ihn, lässt sich von ihm sogar das Schiessen beibringen – und es kommt der Moment, wo sie Rache nehmen könnte. Die Kolumbianerin Laura Mora verarbeitet in dieser Geschichte persönliche Erfahrungen. Der Film ist an Originalschauplätzen und mit Laiendarstellern gedreht, was ihm eine spezielle Authentizität verleiht.

Lean on Pete

19. April | 20:30h

20. April | 18:00h

Regie: Andrew Haighs

Vor Jahren hat Charleys Mutter ihren Mann verlassen, der ist in der Folge sozial völlig abgestürzt und kommt bei einer Schlägerei um. Völlig auf sich allein gestellt stromert der Fünfzehnjährige herum und lernt dabei einen Pferdetrainer (Steve Buscemi) kennen, der ihm Arbeit gibt. Charley hängt sein Herz ganz an ein älteres Pferd: Lean on Pete. Als dieses abgetan werden soll, reisst er mit ihm aus und macht sich auf nach Wyoming, wo er eine Tante vermutet. Andrew Haighs Romanadaption (Willy Vlautin, Lean on Pete, 2010) zeigt die Realität eines Amerika, in dem es für Underdogs ums pure Überleben geht.

Das schweigende Klassenzimmer

20. und 23. April | 20.30h

Regie: Lars Kraume

1956 ist die Zonengrenze noch nicht dicht, so besuchen zwei Abiturienten aus der DDR ein Kino im Westen und erfahren dabei vom Ungarnaufstand. In der Folge animieren sie ihre Mitschüler zu einer Schweigeminute für die Opfer. Diese Art von Solidarität kann die sozialistische Obrigkeit nicht hinnehmen: Die Klasse wird unter Druck gesetzt, und als sie die Namen der Rädelsführer nicht preisgibt, kollektiv vom Abitur ausgeschlossen. Der Film von Lars Kraume basiert auf einem realen Vorfall und auf dem Buch, das einer der Beteiligten (Dietrich Garstka, 2006) dazu verfasst hat.

La belle et la meute

21. Aril | 20:30h

23. und 24. Aril | 18:00h

Regie: Kaouther Ben Hania

Nach einem Discoabend wird die Studentin Mariam von drei Polizisten vergewaltigt. Auf ihrer Suche nach Gerechtigkeit stösst sie auf eine Mauer aus Gleichgültigkeit und Abweisung. Die Männer in der tunesischen Gesellschaft halten zusammen und verweigern dem Opfer die Stimme. In Form eines Spielfilms greift die Regisseurin Kaouther Ben Hania eine wahre Begebenheit auf, die 2012 in ihrem Heimatland hohe Wellen schlug.

Michelangelo – Love and Death

25. April | 18:00h

Regie: David Bickerstaff

In der National Gallery in London sind derzeit die Werke von Michelangelo (1475-1564) zu sehen. Auf dieser Ausstellung basiert der Dokumentarfilm von David Bickerstaff, der die Schöpfungen des Renaissance-Meisters mit neuster Filmtechnologie ausleuchtet, etwa die Malereien in der Sixtinischen Kapelle oder den David. Thema ist auch das Verhältnis Michelangelos zu Leonardo da Vinci (1452-1519), dem andern Universalgenie jener Epoche.

Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

25. April | 20:30h

Regie: Marta György-Kessler und Adam Penny

Als Studentin in Kopenhagen lernte Hannah ihren Mann Ole kennen. Das typische 68-iger Pärchen zog es für die Flitterwochen nach Katmandu, und dort lernten sie eins der geistigen Oberhäupter des tibetanischen Buddhismus kennen. Der Karmapa nahm die suchenden Westler als Schüler an und gab ihnen eine spirituelle Heimat. Ab 1973 reisten die Nydahls durch die ganze Welt, um die buddhistische Lehre zu verbreiten und entsprechende Zentren zu gründen. Mit ihrer Dokumentation liefern Marta György-Kessler und Adam Penny eine spannende Hommage an ein aussergewöhnliches Paar.