Aktuelle Filme

The Bookshop

17. und 19. Mai | 20:30h

Regie: Isabel Coixet

Ende der fünfziger Jahre. Die Witwe Florence liebt Bücher und träumt davon, den Horizont der Menschen zu erweitern. Deshalb eröffnet sie in einem englischen Küstenstädtchen eine Buchhandlung. Allerdings hat sie sich da ein hartes Pflaster gewählt: Die einfachen Leute lesen kaum, die Gebildeten haben snobistisch-exklusive Vorlieben, zudem gibt es eine graue Eminenz im Ort, die Intrigen spinnt, weil sie mit Florence’ sanfter Kulturrevolution nichts anfangen kann. Doch die Heldin aus diesem Film von Isabel Coixet bleibt ihrem Traum gegen alle Widrigkeiten treu.

Loveless

18. Mai | 20:30h

Regie: Andrey Zvyagintsev

Ihre Ehe ist restlos zerrüttet, das Klima vergiftet; beide haben sich auch schon anderweitig orientiert. Sie leben nur noch zusammen, weil sie ihre Eigentumswohnung bisher nicht losschlagen konnten. Und da ist auch noch der zwölfjährige Alyoscha, für den sie sorgen müssen – für beide in ihren Zukunftsplänen nur mehr ein Klotz am Bein. Als das dem Sohn klar wird, haut er ab. Andrey Zvyagintsev zeichnet ein düsteres Bild von Putins Russland, das nahezu unerträglich wäre, gäbe es nicht das Engagement der Suchtrupps, das ein Zeichen gegen die allgemeine Kälte und Gleichgültigkeit setzt.

Emma – il Colore Nascosto delle Cose

21. und 23. Mai | 20.30h

Regie: Silvio Soldini

Teo ist erfolgreich, beruflich im Werbebusiness und ebenso bei den Frauen; aber letztlich flieht er vor Bindungen. Da lernt er die Osteopathin Emma in ihrer Praxis kennen, es funkt, und diesmal läuft alles anders. Emma ist nämlich seit ihrer Jugend blind und sie führt den Schwerenöter selbstbewusst in eine Welt jenseits des Sichtbaren ein. Silvio Soldini (Pane e Tulipani) zeichnet in diesem Spielfilm eine sympathische Karikatur des Latin Lover, darüber hinaus lässt er uns teilhaben an der reichen Wahrnehmungswelt von Blinden.

Der Lauf des Flusses

22. Mai | 18.00h

Regie: Anka Schmid

Wo immer auch Haare am menschlichen Körper spriessen, sie tun es nicht einfach so. Stets wird der Pelz von kulturellen Ansprüchen in Regie genommen und zum Statement getrimmt. Ob bei Karl Marx, Pipi Langstrumpf oder John Lennon, ihre Frisuren sind Träger einer Botschaft. Entlang der eigenen Biographie entwickelt Anka Schmid (*1961) eine kurze Kulturgeschichte der Haarpracht, dabei regt sie durch verspielte Montage von Real-, Archiv und Trickaufnahmen zum Nachdenken über die eigene haarige Selbstinszenierung an.